Sonntag, 30. Juli 2017

Rezension | "Fangirl" von Rainbow Rowell

Hanser | Hardcover | 480 Seiten | 24. Juli 2017 | 978-3446257009
Originaltitel: Fangirl

"Sie gehörte zu den Fans. Sie war ein Fan, der nur einen Vornamen brauchte und eine eigene Fangemeinde hatte." // Seite 49
(Verlagsseite)

Fanfiction - das ist Caths Welt. Bis sie das College-Leben und ihre erste große Liebe kennenlernt … 
Die Zwillinge Cath und Wren sind unzertrennlich, bis Wren beschließt, dass ihr Jungen und Partys wichtiger sind als das gemeinsame College-Zimmer. Ein harter Schlag für Cath, die sich immer weiter in ihre Traumwelt zurückzieht: Beim Lesen und Schreiben von Fanfiction lebt sie ihre Vorstellungen von Liebesbeziehungen aus. Mit Erfolg – Tausende Leser folgen ihr. Doch als Cath dann Nick und Levi näher kennenlernt, muss sie sich fragen, ob sie nicht langsam bereit ist, ihr Herz echten Menschen zu öffnen und über Erfahrungen zu schreiben, die größer sind als ihre Fantasien. Ein mitreißendes Jugendbuch von Bestsellerautorin Rainbow Rowell über die erste Liebe – in der Fantasie und im echten Leben.
(Verlagsseite)

Rainbow Rowell studierte Journalismus und arbeitete mehrere Jahre als Kolumnistin beim Omaha World-Herald. Mit ihrem ersten Jugendroman Eleanor & Park landete sie einen weltweiten Bestseller, gewann den Boston Globe Horn Book Award, den Printz Award und war für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen im Bundesstaat Nebraska. Sie schreibt Jugendliteratur und Romane für Erwachsene. 
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Herbstsemester 2011
Frühjahrssemester 2012
38 Kapitel
Dank
Leseprobe zu "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow"


Als jemand, der selbst gerne und oft Fanfiction liest, war ich begeistert darüber, ein Buch zu entdecken, bei dem dieser Aspekt eine entscheidende Rolle für die Handlung spielte. Cath, die Protagonistin, ist eine aktive Autorin mit einer großen Fangemeinde und ihre Geschichten über "Simon Snow", einen jungen Magier, nehmen einen großen Raum in ihrem Leben ein. Sie schreibt täglich, denkt ständig über die Figuren nach, tauscht sich online mit anderen Fans aus. All das war gut dargestellt, doch nach einer Weile rückte das Fandom - abgesehen von Caths Geschichte und den gelegentlichen Konversationen mit anderen Meschen - leider in den Hintergrund, was ich bei einem Buch, das "Fangirl" heißt, ein bisschen schade fand. Gerade, weil die Reihe um Simon Snow faszinierend klingt und ich durchaus Interesse daran hätte, die acht Bände zu lesen, wenn es sie denn gäbe. Die Parallelen zu "Harry Potter" fand ich gelungen, auch wenn es dann etwas seltsam war, die Bücher in dieser fiktiven Welt existieren zu lassen.

Cath war mir als Charakter sympathisch; sie ist antisozial, möchte sich am liebsten in ihrem Zimmer einigeln und schreiben, sie hasst Veränderungen jeder Art und dass ihre Mutter die Familie verlassen hat, hat definitiv in allen etwas zerbrochen, sprich: sie hat einige Probleme und Macken, doch ich konnte trotz all dem mit ihr mitfühlen und sie verstehen. Alle Figuren in dem Buch sind wunderbar komplex, sehr verschieden und haben große Schwachstellen, sodass das Beziehungsgefüge zwischen ihnen eine Menge Stoff bietet.

Es gibt zwar eine Handlung, aber für Rowell stehen hier ganz klar ihre Figuren und ihre Interaktionen im Mittelpunkt und da sie alle toll ausgearbeitet waren und jeder seine eigenen Hindernisse zu überwinden und Ziele zu erreichen hatte, wurde die Geschichte nie langweilig. Die Autorin ist in ihrer Darstellung immer realistisch, gerade, was die Beziehung Caths zu ihrer Mutter angeht, was definitiv eine angenehme Überraschung war, und auch die unterschiedlichen psychischen Probleme der Familie wurden nie heruntergespielt, sondern angemessen beleuchtet, was definitiv positiv zu bewerten ist. Neben den familiären Beziehungen mochte ich auch die Liebesgeschichte, die sich glaubwürdig entwickelt hat. Trotz aller auf den ersten Blick offenkundigen Unterschiede passen die Charaktere zusammen und die Annäherung zwischen ihnen war toll geschrieben.

Das Ende des Buches fand ich an sich gelungen, nur hatte ich das Gefühl, dass ein paar entscheidende Plotpunkte sehr kurz abgehandelt wurden und zu kurz kamen. Man bekommt als Leser die wichtigsten Informationen, aber eine ausführlichere Darstellung wäre schön gewesen. Trotzdem war "Fangirl" insgesamt ein gutes Buch, bei dem mir vor allem gefallen hat, wie Fanfiction in die Handlung und den Alltag der Protagonistin integriert wurde.
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Herzlichen Dank
_________________

... an den Verlag und Vorablesen für den Gewinn.
Habt ihr schon von dem Buch gehört?
Oder seid ihr neugierig geworden?
Noch eine schöne Woche :)

Kommentare:

  1. Hallöchen =)

    Ich lese das Buch auch gerade! Abgesehen davon, dass ich Levi gerade komplett erwürgen könnte, bin ich ganz angetan vom Buch, Es liest sich jedenfalls recht gut. Bin gespannt, ob mein Urteil am ende ebenso gut ausfällt.

    LG
    Anja

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    1. Hey,

      ich glaube ich weiß, an welcher Stelle du bist :D Ich fand Levis Verhalten auch nicht toll, konnte es ihm aber nach seiner Erklärung verzeihen. Hoffentlich wird dir das Buch am Ende auch gut gefallen :)

      Liebe Grüße,
      Kerstin

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    2. Huhu Kerstin,

      na gut, ich habe ihm verziehen. Aber er ist noch auf Bewährung =). Ich bin nämlich noch nicht ganz durch.

      LG
      Anja

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    3. Hey,

      Bewährung ist akzeptabel ;D Weiterhin viel Spaß!

      Liebe Grüße,
      Kerstin

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