Sonntag, 31. Dezember 2017

Rezension | "Diamantkrieger Saga – Tashiras Bestimmung" von Bettina Belitz

cbt | Hardcover | 480 Seiten | 24. Juli 2017 | 978-3570164266 | Diamantkrieger Saga (#3)

"Der Kampf hatte bereit begonnen, und er war härter, als ich mir es je hatte vorstellen können. Denn ich war wieder alleine." // Seite 341


Reihenfolge der »Diamantkrieger«-Saga:

Damirs Schwur (1)
La Lobas Versprechen (2)
Tashiras Bestimmung (3)

Mit einem Klick auf den Titel landet ihr bei meiner Rezension.

Lass los und werde frei!
Endlich ist es so weit – die Diamantkrieger nehmen den Kampf gegen die Hydra auf. In einem abgelegenen Wüstentempel bereiten Tashira (wie Sara seit ihrer Einweihung genannt wird) und ihre Gefährten sich auf die Konfrontation mit den Mächten der Unterwelt vor. Doch die anhaltenden Spannungen zwischen Tashira und Damir drohen alles zu gefährden. Der Kampf in der Unterwelt wird zum entscheidenden Wendepunkt: Können die Diamantkrieger dem Bösen in der Welt etwas entgegensetzen und wird Tashira ihre Bestimmung annehmen?

 
» Da dieser Beitrag einen Reihenteil rezensiert, können Spoiler zu vorherigen Bänden nicht ausgeschlossen werden! «


Tashiras Bestimmung ist nach "Damirs Schwur" und "La Lobas Versprechen" der dritte und somit auch der letzte Band der „Diamantkrieger Saga“. Nach allem, was ich als Leser zusammen mit Sara und ihren Mitkriegern durchgemacht habe, war ich traurig, den Abschlussband letztlich in den Händen zu halten, zu lesen und mich von tollen Charakteren – wie beispielsweise eben Sara, Damir und La Loba – zu verabschieden. Für mich war die Reihe auf jeden Fall etwas Besonderes und eine Achterbahnfahrt der Gefühle und der Abwechslung, die ich auf jeden Fall in Erinnerung behalten werde.

Mit dem ersten Teil der Reihe hatte ich ja so meine Schwierigkeiten, jedoch hatte mich der zweite Teil aufgrund der intensiven Beschäftigung mit der Hauptprotaginistin Sara mehr packen können. Allgemein gesehen macht die Reihe nicht nur im Hinblick auf den Verlauf der Geschichte, sondern auch bei der Ausarbeitung der Charaktere durchweg Fortschritte: denn für mich war der letzte Teil gleichzeitig auch der beste der Reihe. Der Plot bietet dieses Mal viel mehr Abwechslung und Komplexität und wirkt dadurch nicht nur spannend, sondern auch unterhaltsam. Er beschränkt sich weder nur auf die Handlung, noch nur auf die Charaktere, sondern findet den perfekten Mittelweg. Auf der einen Seite läuft alles unmittelbar auf die Vorbereitung und den Kampf gegen die Hydra hinaus, auf der anderen Seite werden aber auch Saras bzw. Tashiras Emotionen und ihr Charakter stark auf die Probe gestellt. Sie muss Prüfungen ablegen, ihr Gleichgewicht finden und sich mit dem Gegebenen abfinden – egal, ob sie das möchte oder nicht.

Gerade Sara hat mir als Hauptprotagonistin in diesem Buch nochmal ausgesprochen gut gefallen. Sie hat sich stark entwickelt, macht aber immer noch Fehler, leistet sich Patzer und denkt, dass sie vieles besser weiß, als die anderen erfahrenen Krieger. Für mich war ihr Verhalten jedoch vollkommen in Ordnung. Schließlich ist sie immer noch in der Lehre und doch wird ihr ziemlich viel Verantwortung übertragen. Gerade im Tempel merkt man ihr ihre Zweifel und ihre Unsicherheit noch immer an. Sie versucht diese vor den anderen zu verbergen, aber sie ist irgendwie immer noch jung und unerfahren, weswegen ich sie am liebsten vor all den Kämpfen und all den Konflikten beschützt hätte. Insbesondere Kailash unterzieht sie einer harten Prüfung, die sie zwar nötig hat, aber sie doch schon hart an ihre Grenzen bringt.

Auch Damir, der im zweiten Band eher suspekt und befremdlich auf mich wirkte, hat mich dieses Mal wieder mehr überzeugen können. Ich finde es gut und auch wichtig für den Abschluss, dass er sich Sara gegenüber öffnet und ihr seinen Zwiespalt offenlegt. Ich habe den Damir aus dem ersten Band in ihm wiedererkannt, seine Offenheit bewundert und ihn für seine Stärke und seine Loyalität geliebt. Im Gegensatz zu "La Lobas Versprechen" nimmt er in diesem Buch wieder einen großen und wichtig Part ein, steht mehr im Vordergrund und wird zu Saras starkem Fels in der Brandung.

Auch die restlichen Nebenfiguren ergänzen den Plot wunderbar und sind dort gut und authentisch integriert. Allen voran mochte ich La Loba, wie sie auf eine mütterliche Art auf Sara aufpasst, aber auch Damirs Frau Tianna, die trotz des angespannten Dreiecksverhältnisses zwischen ihr, Sara und Damir immer loyal und beschützend agiert, habe ich in mein Herz schließen können. Über andere Charaktere, wie beispielsweise Pax oder Kailash, hätte ich sehr gerne mehr erfahren, gestehe der Autorin aber zu, dass dafür einfach nicht die Zeit und nicht der Platz war. Trotzdem sind sie interessant und faszinierend, bringen neue Nebenplots ein und ergeben zusammen mit der Handlung und den anderen Figuren ein rundes und stimmiges Gesamtbild.

Nach dem Ende des zweiten Teils hatte ich mit einem Schluss, der richtig reinhaut, gerechnet. Bettina Belitz schließt die Reihe meiner Meinung nach mit einem Knall ab, nicht nur in Bezug auf den Kampf gegen die Hydra, sondern auch durch die Tatsache, dass sie den Leser mit seiner Fantasie mehr oder weniger alleine lässt. Anfangs war ich dadurch ziemlich verwirrt, aber je mehr ich über dieses Ende nachgedacht habe, desto raffinierter erschien es mir. Es ist gleichermaßen offen, wie auf den Punkt gebracht. Ich bin gespannt, was ihr davon haltet.

Tashiras Bestimmtung ist ein würdiger Abschluss für eine tolle Trilogie. Dieses Buch – und die gesamte Reihe – vermittelt eine tolle Botschaft und bietet unter anderem durch die interessanten und vielschichtigen Charaktere, sowie deren Entwicklungen, einen komplexen und abwechslungsreichen Plot. Zwar weist das Buch kleine Schwächen auf (bezüglich Tempo und Dynamik), über die ich im Großen und Ganzen aber hinwegsehen konnte. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.


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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Habt ihr Tashiras Bestimmung schon gelesen?
Steht es auf eurer Wunschliste?
Ich wünsche euch einen schönen Tag!

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