Samstag, 23. Dezember 2017

[Werbung] Rezension | "Hello Sunshine" von Laura Dave

Blanvalet | eBook | 384 Seiten | 16. April 2018 | B01G1WGZZ4

„Ryan glaubte tatsächlich nicht, dass wir etwas Unrechtes taten. Ich jedoch ..., tief in mir drin wusste ich immer, dass es nicht richtig war.“ // eBook Seite 34


» Hinweis «
Da das Buch im Rahmen der "Hello Sunhsine"-Kampagne von Blanvalet als kostenloses eBook zur Verfügung gestellt wurde und im Zusammenhang mit einer Gewinnmöglichkeit steht, muss dieser Post als "Werbung" bzw. "Anzeige" gekennzeichnet werden. Dies beeinflusst aber – wie immer – nicht meine ehrliche und ausführliche Meinung zu dem rezensierten Buch.

Wenn dein Leben absolut perfekt ist – ist es dann nicht Zeit, etwas Neues zu wagen?
Sunshine Mackenzie lebt ihren Traum! Mit ihrer YouTube-Kochshow und ihren Lifestyle-Büchern begeistert sie Millionen von Fans. Sie ist einfach die Person, mit der jeder gern befreundet wäre. Noch dazu hat sie ihren Traummann geheiratet, den Architekten Danny, der ihr treu bei allem zur Seite steht. Alles scheint perfekt, bis ausgerechnet an ihrem fünfunddreißigsten Geburtstag herauskommt, dass die hochgelobten Rezepte aus der Show gar nicht von ihr sind. Die Fans sind empört, und Sunshine sieht nur einen Ausweg: Sie verlässt New York, um in einem kleinen Küstenstädtchen noch einmal von vorn zu beginnen …

 
Die Autorin Laura Dave war mir bisher unbekannt, weswegen ich auch vorerst keinerlei besondere Erwartungen an ihr Buch Hello Sunshine hatte. Der Klappentext hörte sich zumindest interessant an und auch das Cover wirkte auf mich ansprechend. Allerdings wollte ich mich von dem Inhalt einfach überraschen lassen. Denn mich hat die Idee einer YouTube-Köchin, die durch die Begeisterung von Millionen von Fans ihr Leben finanziert, durch einen Skandal alles verliert und im Zuge dessen ein neues, bodenständigeres Leben beginnen muss, sehr gut gefallen. Die Buchidee hatte auf jeden Fall Potenzial und Laura Dave konnte mich mit ihrer Plotumsetzung auch (fast) vollkommen überzeugen.

Der Einstieg in Hello Sunshine ist mir ausgesprochen leichtgefallen, obwohl es die Hauptprotagonistin Sunshine den Lesern anfangs besonders schwermacht. Sie ist unsympathisch und stellenweise überheblich, andererseits ist sie in ihrer Erzählweise grundehrlich und auch amüsant. Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass Sunshine eigentlich gar nicht gemocht werden möchte. Sie sucht die Schuld ihrer Verfehlungen gerne bei anderen, übernimmt kaum Verantwortung und stellt sich selbst gerne als Opfer dar – obwohl sie von all den Hintergründen wusste und ihre Fans schlichtweg hereingelegt hat. Zusätzlich reibt sie dem Leser ständig unter die Nase, wie clever und gerissen sie ihr Leben lebt und wie sehr sie davon profitiert. Doch Sunshines Fall ist hart und teilweise sogar grausam, so dass ich einfach Mitleid mit ihr hatte und sie in mein Herz schließen musste. Denn sie fängt an, ihr Leben ernsthaft und intensiv zu reflektieren, zu bereuen, ihre Persönlichkeit zu hinterfragen und somit auch ihren ehemaligen Job, ihren Ehemann und das ganze Drumherum. Dadurch wirkte sie auf mich im Laufe der Geschichte immer authentischer und sympathischer, weswegen ich auch angefangen habe, sie ernst zu nehmen und mit ihr mitzufühlen.

Auch die Ausführungen des Plots haben mir gut gefallen. Die Autorin gibt einen umfassenden Überblick über das Leben (ebenso die Vor- und Nachteile) eines Internetstars, aber auch, wie schnell und abrupt sich die öffentliche Meinung nach einem Skandal ändern kann. Und was es für einen YouTube-/Twitter-Star bedeutet, innerhalb weniger Stunden Millionen von Followern zu verlieren. Die Konsequenzen dessen, die Hilflosigkeit, die Sunshine nach dieser Katastrophe verspürt und der Weg der Selbstfindung machen das Buch interessant und abwechslungsreich. Denn es läuft nicht alles so einfach und in geraden Bahnen, wie Sunshine es kennt und wie sie es sich zunächst vorstellt. Sie muss sich durchkämpfen, sich wieder aufrappeln und ein neues Leben beginnen. Die Ausführung dessen ist dabei durchgehend authentisch, fesselnd und unterhaltend.

Allen voran steht natürlich auch während des gesamten Romans die Frage im Vordergrund: Wer hat Sunshine all das angetan? Wer hat sie geoutet und warum? Laura Dave legt in ihrem Buch immer wieder verschiedene Fährten, was mich als Leser dazu eingeladen hat, selbst Theorien zu entwickeln und mich auf eine Person festzulegen. Am Ende lag ich zwar richtig, was aber keineswegs etwas an dem spannenden Ende geändert hat. Meiner Meinung nach ist dies nämlich trotzdem gleichermaßen überraschend und verständlich und zeigt eine ganze neue Seite der Geschichte.

Gerne hätte ich diesem wundervollen Buch volle Punktzahl gegeben. Leider gibt es von mir allerdings einen halben Stern Abzug, weil sich nach meiner Einschätzung kleine Logikfehler in das Buch geschlichen haben. Diese fallen zwar nicht besonders auf, aber gerade am Ende konnte ich sie doch nicht vollkommen ignorieren. Gerne würde ich auf dieser Stelle genauer darauf eingehen, allerdings würde dies den Übeltäter der ganzen Misere enttarnen und das Ende spoilern, weswegen ich auf weitere Ausführungen verzichte.

Wie oben bereits erwähnt, ist Hello Sunshine mein erstes Buch der Autorin Laura Dave, weswegen auch der Schreibstil für mich dieses Mal eine besondere Rolle gespielt hat. Zum einen fand ich die "Ich"-Perspektive gut gewählt. Mir machte es diese Erzählform im Laufe des Buches viel einfacher, mich mit Sunshine zu identifizieren und ihre Gedanken und Gefühle ernst zu nehmen. Zum anderen finde ich die leicht amüsante, humorvolle und angenehme Sprache perfekt für dieses Genre. Dadurch habe ich mich sehr wohl mit der Geschichte gefühlt und es geschafft, zu allen wichtigen Figuren (Sunshines Schwester, ihrer Nichte, ihrem Ehemann) eine entsprechende Bindung aufzubauen. Die Autorin hat mich mit ihrer Plotumsetzung und ihren Charakteren einfach in ihren Bann gezogen.

Hello Sunshine ist ein wundervolles Buch, das mit einem tiefgründigen Plot und einer typisch taffen und durchsetzungsstarken Hauptprotagonistin brilliert. Dieses Werk von Laura Dave bietet so viel mehr, als der Klappentext oder das Cover vermuten lassen. Mich hat sie mit den verschiedenen Facetten des Plots und deren kurzweiligen und fesselnden Ausführung schlichtweg überzeugen können.


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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Steht das Buch auf eurer Wunschliste?
Ich wünsche euch einen schönen Tag!

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Das Urheberrecht des Klappentextes unterliegt dem Blanvalet Verlag.
Das Urheberrecht des Titelbilds unterliegt einzig und allein der Blogredaktion.

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