Samstag, 13. Januar 2018

Rezension | "Addicted to sin – ... und ich gehöre dir" von Monica James

Heyne | Taschenbuch | 480 Seiten | 14. August 2017 | 978-3-453-54591-5 | Addicted to Sin (#2)

"'Hoffen Sie nur, stets Sie selbst zu sein, Dixon. Seien Sie nur Sie selbst, denn alle anderen sind bereits besetzt.'" // Seite 377


Reihenfolge der »Addicted to Sin«-Reihe:

Du gehörst mir ... (1)
... und ich gehöre dir (2)

Mit einem Klick auf den Titel landet ihr bei meiner Rezension.

Ich war schon immer ein Bad Boy mit einem sehr gefährlichen Ruf
Madison – die süße, verletzliche, unschuldige Madison. Sie gibt mir das Gefühl, dass es noch Hoffnung für mich gibt. Dass ich ein guter Mensch sein kann. Ich brauche sie, mehr noch, als ich die Luft zum Atmen brauche. Es gibt nur ein Problem: Juliet. Sie ist eine Verführerin, die kein Nein akzeptiert. Wenn ich ihr widerstehe, wird sie unser schmutziges Geheimnis ausnutzen, um alles mit Madison kaputt zu machen. Ich will meine große Liebe nicht verlieren, aber kann ich mich wirklich ändern?

 
» Da dieser Beitrag einen Reihenteil rezensiert, können Spoiler zu vorherigen Bänden nicht ausgeschlossen werden! «


... und ich gehöre dir ist der zweite Band der „Addicted to Sin“-Reihe und führt die Dramen und Probleme, in die sich Dixon während des Auftakts „Du gehörst mir“ verstrickt hat, fort. Ich persönlich fand den zweiten Teil nicht ganz so stark wie den ersten, aber dennoch ist es ein interessantes und unterhaltsames Buch. Die ständige Gewissheit, dass Juliet etwas plant, um Dixons Leben zu zerstören, seine große Liebe zu Madison zu torpedieren und ihm seine Zukunft kaputt zu machen, gibt der Geschichte einen ganz besonderen Reiz. Vor allem, da man weiß, dass Juliet mit allen Wassern gewaschen ist, vor nichts zurückschreckt und ihre Skrupellosigkeit keinerlei Grenzen kennt.

Der Einstieg in das Buch ist mir leichtgefallen, denn ich liebe es, wenn der große Knall in einer Art Epilog vorweggenommen und das erste Kapitel mit „Davor“ eingeleitet wird. Schon die erste Seite lässt erahnen, dass Dixon es nicht geschafft hat, Juliet zu überzeugen, ihn in Ruhe zu lassen, dass er gescheitert ist, mit seinem Plan und dass Madison über seine Vergangenheit Bescheid weiß. Obwohl die große Dramatik schon vorweggenommen wird, ist das Buch unterhaltsam. Denn Dixon tut alles, um sich und seine Liebe zu retten und das Unvermeidliche ... naja zu vermeiden. Diese Spannung, die die Autorin aufbaut, weil der Leser jederzeit damit rechnet, dass Juliet die großen Geheimnisse verrät, ist durch die gesamte Handlung spürbar. Zwischendurch hat ... und ich gehöre dir kleine Längen, weil sich der Plot in der Beziehung und dem Glück zwischen Maddy und Dix ein klein wenig verliert. Dafür kommt die Spannung später mit einem Schlag zurück.

Dixon ist trotz allem immer noch ein Idiot. Ich befand mich weiterhin in einem absoluten Zwiespalt, ob ich ihn für seine Art zu leben bewundern soll, ob ich seine pure Ausstrahlung von Attraktivität und Coolness lieben oder ob ich ihn aufgrund seiner schlichtweg dämlichen Art und Weise mit Problemen und Lügen umzugehen, einfach hassen soll. Er hat es mir so schwer gemacht! Wie Monica James in ihrem Nachwort schreibt: Ich hätte das Buch so gerne an die Wand geworfen und gebrüllt: „Er kann doch nicht!“, aber scheinbar kann er doch. Dieser Kerl brachte mich so oft auf die Palme, er hat mich so oft mit den Augen rollen lassen, er hat mich so oft wütend gemacht, aber gleichzeitig mit seinem liebevollen, sensiblen Auftreten Madison gegenüber all das (oder fast alles!) wieder wettgemacht. Es ist so schwer, Dixons Charakter zu beschreiben. Er hat seine Fehler (und wie er die hat!), aber andererseits ist er auch sexy, clever und hat eine einnehmende Persönlichkeit, der man meiner Meinung nach all sein absolut dummes Verhalten einfach verzeihen musste. Und mit der ich sogar mitgelitten habe, obwohl er sich wie ein absoluter Idiot aufgeführt und vermutlich die Herzen sämtlicher Leserinnen gebrochen hat. Er hatte so viele Möglichkeiten, aus dieser Situation herauszukommen, zwar nicht unbeschadet, aber dennoch. Er hat keine genutzt, wusste es immer besser, hat auf niemanden gehört und sich letztlich doch selbst mehr in den Mist geritten, als es hätte sein müssen.

Madison ist dagegen schon ... das komplette Gegenteil. Sie ist eher schüchtern, zurückhaltend und vertrauensselig, aber meiner Meinung nach nicht auf eine naive, sondern auch eine liebenswerte Weise. Sie ist toll und auf irgendeine verquere Art passt sie perfekt zu Dixon, weil sie ihn auf den Boden zurückbringt, ihn erdet und seine besten Eigenschaften zum Vorschein bringt. Ob ich ihm an Maddys Stelle verziehen hätte? Das weiß ich nicht, aber sie hat es getan, was sie selbstlos und gutmütig macht. Ich liebte den Kontrast zwischen den beiden Charakteren. Nicht nur, weil sie beide sehr unterschiedlich sind und sich somit gut ergänzen, sondern auch, weil beide sich enorm entwickelt haben; in ihrer Beziehung und bei sich selbst.

Juliet dagegen ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Zu ihrem Charakter fällt mir nichts Positives ein, denn sie ist leider, wie erwartet, ein hinterhältiges, manipulatives und bösartiges Miststück. Sie ist einfach krank und nicht ganz richtig im Kopf, was aber auch nicht dazu geführt hat, dass ich Mitleid mit ihr hatte. Im Gegenteil. Sie hat mich richtig wütend gemacht, weil es ihr Spaß machte, das Leben anderer Menschen zu zerstören, weil sie anscheinend keinerlei Empathie oder Skrupel kennt, weil ihr die Auswirkungen für sie, für andere Menschen, für ihre Familie vollkommen egal sind. Hauptsache, sie hat die Macht und die Oberhand, Hauptsache, sie kann andere Menschen kontrollieren.

Für mich war dieses Buch auf jeden Fall eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe zwischen blanker Wut und Fassungslosigkeit geschwankt, habe manchen Charakteren (allen voran Juliet und Dylan) wirklich nur das schlechteste gegönnt, ich habe verschiedenen Szenen zwischen Maddy und Dix geliebt, habe Madison bewundert und alle ihre Emotionen geteilt. Ich mochte es sehr, in welchem Zwiespalt sich Dixon befindet, dass er grundsätzlich weiß, was richtig und was falsch ist und trotzdem Entscheidungen trifft, die ein Dritter so niemals gefällt hätte. Und trotz all den Fehlern, die er hat, liebt er Maddy über alles, was auf jeder einzelnen Seite dieses Buches erkennbar ist. Nur ein gutes Werk schafft es, bei Lesern die komplette Palette an Gefühlen hervorzurufen und ihn mit den Protagonistin in einem solchen Maß mitleiden zu lassen.

... und ich gehöre dir ist eine tolle Fortsetzung zum ersten Band und greift alle Aspekte, Probleme und Konflikte nochmal auf. Beide Hauptcharaktere haben sich meiner Meinung nach entwickeln können, was zusammen mit der Handlung überzeugend und unterhaltsam wirkte. Das Drama und die leichte Erotik geben eine gute Mischung ab und machen aus den beiden Bänden eine tolle und spannende Dilogie, die ich Fans des Genres auf jeden Fall ans Herz legen kann.


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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Habt ihr ... und ich gehöre dir schon gelesen?
Steht es auf eurer Wunschliste?
Ich wünsche euch einen schönen Tag!

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Das Urheberrecht des Klappentextes unterliegt der Verlagsgruppe Random House.
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