Dienstag, 16. Oktober 2018

Rezension | "CAKE - Die Liebe von Casey und Jake" von J. Bengtsson

LYX.digital | eBook | 453 Seiten | 6. September 2018 | B07CRP6GFG | Band 1
Originaltitel: Cake. A Love Story

"Scheiße, ich war so kurz davor gewesen, mich in ihr Zimmer einzuladen. Nicht um mit ihr zu schlafen, sondern um weiter mit ihr zu reden." // bei 19,6%
Cake, Band 1
The Theory of Second Best (2)
Fiercely Emma (3)
CAKE - The Newlyweds (4)

(Verlagsseite)

Er ist ein gefeierter Rockstar – und ein verschlossener Einzelgänger. Von einem schrecklichen Verbrechen in seiner Kindheit traumatisiert arbeitet Jake McKallister wie besessen an seiner Musikkarriere. Denn Musik ist das Einzige, was ihn die Vergangenheit vergessen lässt. Als er auf der Hochzeit seines Bruders Casey Caldwell kennenlernt, funkt es augenblicklich zwischen ihnen, und das, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Casey ist fröhlich, laut und aufgeschlossen – und kann keinen einzigen geraden Ton halten. Doch bald muss Jake einsehen, dass sie vielleicht die Einzige ist, die es schaffen kann, ihn ein für alle Mal von seinen Dämonen zu befreien …

(dem Buch entnommen)

J. Bengtsson lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Südkalifornien. Sie begann, CAKE zum Spaß zu schreiben, nachdem sie eine richtig schlechte Rockstar-Romance gelesen hatte. Niemals hätte sie gedacht, dass der Roman zu einem solchen Hit werden könnte.


51 Kapitel
2 Epiloge
Die Autorin



"CAKE - Die Liebe von Casey und Jake" hat mir angenehme Lesestunden beschert. Es ist eine schöne Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren und einigen romantischen, gefühlvollen Momenten, die in Aspekten durchaus an das Aschenputtel-Motiv erinnert, da Jake ein reicher, sehr erfolgreicher Rockstar ist und Casey noch studiert und nebenbei kellnert, um dies zu finanzieren. Die beiden sind ziemlich verschieden, doch trotzdem stimmt die Chemie zwischen ihnen und ihre erste Begegnung hat gezeigt, dass sie miteinander harmonieren und es einfach geklickt hat. Sie liefern sich einige sehr unterhaltsame Wortgefechte, aber die emotionalen Augenblicke konnten mich ebenfalls überzeugen und die Autorin hat die besondere Verbindung, die schon nach kurzer Zeit zwischen ihnen zu entstehen beginnt, glaubwürdig dargestellt; die weitere Entwicklung der Beziehung war ebenfalls überzeugend und zudem hat mir sehr gefallen, dass das Leben auf Tour so ausführlich thematisiert wurde, da dies in vielen Rockstar-Liebesgeschichten eher im Hintergrund steht. Allerdings hätte ich gerne noch einen größeren Fokus darauf gehabt, wie es für Casey gewesen sein muss, plötzlich im Interesse der Öffentlichkeit und vor allem seiner Fans zu stehen - die Szenen, die es gab, wirkten authentisch, doch etwas mehr davon hätte nicht geschadet.

Obwohl das Buch weitgehend eine lockere, leichte Liebesgeschichte für zwischendurch erzählt, gibt es auch einiges an Tiefgang, wenn es um die Vergangenheit des Protagonisten geht. Jake hat in seiner Kindheit etwas Schreckliches und Unvorstellbares erlebt und die Vorkommnisse belasten ihn nach wie vor, was meiner Meinung nach einfühlsam und realistisch geschildert wurde. Sein Trauma wirkte auf mich echt und ich mochte, dass er sich Casey nicht sofort anvertrauen konnte und er dafür Zeit gebraucht hat. Die Momente, in denen er von den Erinnerungen überwältigt wird, wurden sehr eindringlich beschrieben und ich fand toll, wie Casey mit ihm umgegangen ist, da Bengtsson damit gezeigt hat, wie gut sie zusammen passen und dass sie ihn versteht. Auch der Umgang mit den anderen Hindernissen und Problemen, die die Charaktere lösen mussten, hat mir gefallen, vor allem, da die beiden wirklich miteinander kommuniziert und (meistens) klar geäußert haben, was sie brauchten und wollten.

Zwischendurch gab es einige Abschnitte, in denen nicht besonders viel passiert ist; ich habe die Geschichte gerne gelesen und fand die Romanze sehr schön und durchaus berührend, aber ich muss sagen, dass ich einige Auf und Abs mehr erwartet hätte. Konstruiertes Drama wäre natürlich nicht gut gewesen, allerdings hätten beispielsweise die Entwicklungen gegen Ende ausführlicher behandelt werden können, anstatt nur kurz angeschnitten zu werden. Das war ein bisschen schade, da ich gerne weitere Einzelheiten bekommen hätte, doch an sich fand ich die letzten Kapitel - wie auch den Rest der Handlung - gut. Ich hoffe, dass der vierte Band der Reihe bald ins Deutsche übersetzt werden wird; in Band 2 und 3 stehen die Geschwister von 'Cake' im Mittelpunkt, doch danach geht es wieder um die beiden und obwohl der Abschluss dieses Buches mehr als rund ist, bin ich gespannt darauf, was in der Fortsetzung passieren wird.

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Habt einen schönen Tag :)

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Kommentare:

  1. Hallo Kerstin,

    wie schon bei den Neuzugängen erwähnt, fand ich das Buch durchwachsen und zwar in so ziemlich in allen Punkten. Ich kann gar nicht sagen, dass mir der Schreibstil gefallen hat und die Charaktere nicht - oder umgekehrt - sondern alles war mal gut und mal nicht so.

    Die Harmonie zwischen Casey und Jake hat mir auch gefallen und ich mochte ihre Neckerei. Aber irgendwann gingen mir Caseys Geschichte über vollgekotzte Badezimmer doch auf den Keks.
    Caseys Umgang mit den Medien hat mir definitiv auch gefehlt.

    Was die Langatmigkeit angeht, stimme ich dir ebenfalls zu. Ich fand sowieso, dass insgesamt das Verhältnis zwischen dem was ausführlich erzählt wurde und dem, was zusammengefasst wurde, nicht so ganz passte. Die Hochzeit am Anfang wurde direkt aus zwei Perspektiven erzählt, anderes wurde einfach rückblickend zusammengefasst, obwohl hier eine oder zwei direkte Sichten interessant gewesen wären.

    Insgesamt war es für mich ein nettes Lesevergnügen, aber ich würde das Buch eher kein zweites Mal lesen.

    Liebe Grüße
    Julia

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    1. Hey,

      ja, du hast erwähnt, dass das Buch dich nicht richtig überzeugen konnte. Für mich war es jetzt auch kein literarisches Highlight, aber doch eine nette Lektüre für zwischendurch und ich mochte, wie mit dem Trauma des Protagonisten umgegangen wurde.
      Stimmt, das ist mir auch aufgefallen - das erste Treffen der beiden umfasst beinahe ein Drittel des Buches und danach wird eine längere Zeitspanne kürzer abgefertigt. Einerseits fand ich das gut, da es nötig war, direkt zu zeigen, wie gut sie sich verstanden, dass sie sich Dinge anvertraut und schon eine tiefere Verbindung aufgebaut haben, aber andererseits gab es später wirklich Szenen, über die ich gerne mehr gelesen hätte. Vor allem gegen Ende passiert ja doch noch ziemlich viel und das wird nur im Epilog erwähnt, was ich schade fand.
      Die Geschichte über das vollgekotzte Badezimmer habe ich einfach ignoriert :D

      Liebe Grüße,
      Kerstin

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