Samstag, 13. Oktober 2018

Rezension | "Wie die Erde um die Sonne" von Brittainy C. Cherry

LYX | Broschiert | 336 Seiten | 27. Juli 2018 | 978-3736305700 | Romance Elements (#4)

"Ich habe versucht, zu fühlen. Ich habe mir vorgestellt, wie es wäre, glücklich zu sein, und ich denke, du bist die Definition von Glück." // Seite 214
Reihenfolge der »Romance Elements«-Reihe:

Wie die Luft zum Atmen (1)
Wie das Feuer zwischen uns (2)
Wie die Stille unter Wasser (3)
Wie die Sonne um die Erde (4)

Mit einem Klick auf den Titel landet ihr bei meiner Rezension.

Eine Liebe wie nicht von dieser Welt
Graham und ich waren nicht füreinander bestimmt.
Und doch hatten wir zusammen unsere höchsten Höhen erreicht, und waren zusammen in die tiefsten Tiefen hinabgestürzt. Seine Luft war zu meinem Atem geworden, sein Boden war meine Erde. Die Flammen seines Herzens waren mein Feuer und seine Tränen mein Wasser.
Sein Geist wurde zu meiner Seele.
Und dennoch war nun der Moment gekommen, Abschied zu nehmen.

 
Brittainy C. Cherry hat sich mit ihrer „Romance Elements“-Reihe mühelos in mein Herz geschrieben. Diese drei Bücher waren eine emotionale Achterbahnfahrt, die mich berührt und nachdenklich zurückgelassen hat. Das dritte Buch dieser Reihe („Die Stille unter Wasser“) ist sogar – nach Jahren der Suche – was unglaublich Persönliches für mich geworden: mein allerliebstes Lieblingsbuch. Natürlich waren vor dem Lesen des vierten Bandes demnach auch hohe Erwartungen an Wie die Erde um die Sonne geknüpft. Zwar konnte sie meinen Lieblingsband nicht übertreffen, aber trotzdem hat die Autorin wieder einmal ein wunderbares, einnehmendes Werk geschaffen, das ich jedem Leser nur ans Herz legen kann.

Auch bei Wie die Sonne um die Erde merkt man jedem Wort an, welche Liebe und welche Intensität die Autorin in ihre Geschichte gesteckt hat. Ich bin jedes Mal überrascht, welchen Plot sie sich ausdenkt. Denn die Situationen in den jeweiligen Büchern sind wahrhaftig aus dem Leben gegriffen und könnten jedem von uns passieren. Die Autorin trifft dabei immer den richtigen Ton und projiziert alle möglichen Gefühle, die ein Mensch durchleben und auch erleben kann, in die verschiedenen Figuren. Dieses Buch hat mich emotional zwar dieses Mal nicht so mitgerissen wie die Vorgängerbände, aber dennoch hat Brittainy C. Cherry mein Inneres berührt und mich eigene Handlungsweisen hinterfragen lassen.

Dabei bringt das Buch nicht nur eine besondere Geschichte hervor, sondern auch zwei unglaublich starke Protagonisten. Der nächste Satz ist zwar ein Klischee, beschreibt Lucy und Graham aber perfekt: Sie könnten einfach nicht unterschiedlicher sein. Während Lucy fröhlich und positiv durchs Leben geht, oft ihrer naiven Art verfällt, aber dennoch niemals wirklich gebrochen erscheint, ist Graham ein launischer, schwer durchschaubarer, innerlich tief verletzter Mensch, der es nicht schafft, die Stärken seines Charakters und seines Seins nach außen zu kehren. Lucy ist unglaublich geduldig mit Graham, lässt sich selten einschüchtern. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr geben die beiden einander. Lucy lernt mehr von der Schwere des Lebens und Graham mehr von der Leichtigkeit. Wie heißt es so schön? Gegensätze ziehen sich an und Graham und Lucy sind ein Paradebeispiel dafür, dass dies sehr gut funktionieren kann. Ich freue mich jedes Mal darüber, wie leicht es mir fällt, Cherrys Charaktere in mein Herz zu schließen, egal ob Tristan und Liz, Alyssa und Logan, Brooks und Magie oder Lucy und Graham. Die Autorin schafft es jedes Mal, mich zu überzeugen.

Natürlich möchte ich an dieser Stelle auch den Schreibstil nicht außer Acht lassen, denn er ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe, warum diese Bücher so erfolgreich sind. Ich finde, dass Brittainy C. Cherry eine ganz besondere und jedes Mal individuelle Art und Weise findet, über ihre Worte mit dem Leser zu kommunizieren. Jeder, der schon mal jemanden geliebt hat und jeder, der schon mal jemanden verloren hat, wird jedes einzelne Wort verstehen und fühlen können. Ich finde es schrecklich, was all ihre Figuren jedes Mal durchleiden müssen, all die unschönen Seiten des Lebens und all die zerstörerischen Gefühle, die ein Mensch fühlen kann. Und dennoch ist es jedes Mal ergreifend, wenn alles gut wird und alle Charaktere einen Weg finden, mit dem Geschehenen umzugehen und auf ein besseres Leben zu hoffen – denn das hat am Ende jeder verdient.

Brittainy C. Cherrys Bücher leben von der großen emotionale Tiefe, die sie jedes Mal gekonnt aufbaut. Das hat sie auch in ihrer Neuerscheinung Wie die Erde um die Sonne bewiesen, auch wenn diese mich nicht ganz so mitreißen konnte, wie bei ihrem Buch "Wie die Stille unter Wasser". Trotzdem ist es eine wunderschöne, herzzerreißende Hommage an das Leben und an die Liebe und schenkt jedem einzelnen Leser eine riesige Portion Hoffnung, Liebe und Geborgenheit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Buch euch enttäuschen wird.


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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Habt ihr Wie die Erde um die Sonne schon gelesen?
Steht es auf eurer Wunschliste?
Ich wünsche euch einen schönen Tag!

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Das Urheberrecht des Klappentextes unterliegt dem LYX Verlag.
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