Samstag, 25. November 2017

Rezension | "The Club – Kiss" von Lauren Rowe

Piper | eBook | 400 Seiten | 3. Juli 2017 | B0727N9QC3 | The Club (#5)

"Ich versuche wirklich, meinen Bruder zu verstehen.  [...] Aber es ist schwer, Mitgefühl für einen Kerl zu haben, der sich wie ein Vollidiot aufführt." // bei 14 Prozent


Reihenfolge der »The Club«-Reihe:

Flirt (1)
Match (2)
Love (3)
Joy (4)
Kiss (5)
Desire (6)
Passion (7)

Mit einem Klick auf den entsprechenden Titel landet ihr bei meiner Rezension.

Playboy Josh Faraday ist es gewohnt, zu bekommen, was er will. Und als Nächstes steht Sarahs beste Freundin auf seiner Liste – Kat Morgan, das wilde Partygirl. Wer auch immer behauptet, Liebe sei genügsam, ist diesen beiden noch nicht begegnet. Josh und Kat pokern gerne hoch. Was wäre die Liebe auch ohne Vorspiel und hohen Spieleinsatz? Doch wie lange können sie dem jeweils anderen widerstehen? Wer wird der Versuchung als Erstes nachgeben? Ein verführerisches Wechselbad der Gefühle beginnt. Aber ist es ein Spiel mit Chance auf Wiederholung, oder ist der Einsatz zu hoch?

 
» Da dieser Beitrag einen Reihenteil rezensiert, können Spoiler zu vorherigen Bänden nicht ausgeschlossen werden! «

Die Reihe um "The Club" ist mir nicht ganz neu. Vor einer Weile habe ich schon den ersten Teil der Reihe gelesen und mich mit der Welt rund um die Dating-/Sex-Agentur vertraut gemacht. Die anderen Bände der Reihe (Teil zwei bis vier) liegen derzeit auf meinem SuB. Natürlich hat mir "The Club – Flirt" geholfen, die Geschehnisse zu verstehen und Sarah und Jonas, die in Kiss eine große Rolle spielen, bereits kennen gelernt zu haben. Allerdings ist es meiner Meinung nach nicht wirklich notwendig, die vorherigen Teile zu lesen (ihr nehmt natürlich in Kauf, euch für die Teile 1 bis 4 zu spoilern, falls ihr diese dann doch noch lesen wollt ;)), um die neue Geschichte um Josh und Kat zu verstehen.

Mit dem ersten Teil der Reihe war ich nicht so hundertprozentig zufrieden, weswegen ich natürlich nur umso gespannter war, ob die Autorin sich steigern konnte. Und auch wenn die Bewertung gleichermaßen ausfällt: Ja, das konnte sie, wenn auch nicht in allen Punkten. Trotzdem habe ich mich dieses Mal wesentlich wohler mit dem Buch gefühlt. Genau wie Jonas ist auch Josh nicht unbedingt ein Charakter, den man auf Anhieb gerne mag. Mir war zwar schon klar, dass sich Josh ähnlich wie sein Bruder verhalten würde. Für die Neulinge in der "The Club" Reihe wirkt er sicher einfach nur unsympathisch. Aber auch hier macht die Figur eine Entwicklung durch, die mir gefallen hat. Es ist nicht immer alles nur schwarz und weiß und Josh ist auch nicht nur ein Macho und arrogant. Auch er hat seine weichen Seiten und will Kat unbedingt von sich überzeugen.

Der weibliche Gegenpart zu Josh ist Kat. Sie ist schon eine kleine Rampensau, ein Partygirl, das gerne provoziert und stänkert. Doch sie ist sehr loyal, lieb und sie weiß, was sie will. Diese Sturheit bringt Josh mehrmals auf die Palme, was ich sehr amüsant fand. Mir hat gefallen, wie sie mehrmals sein Ego stutzt und sich auch nicht von ihm erweichen lässt. Von ihrem Auftreten her finde ich, dass die beiden ein sehr schönes und spannendes Paar abgeben, weswegen ich sehr neugierig auf die weiteren Teile der Reihe bin.

Den Plot fand ich spannend ausgearbeitet, allerdings hat er mir nicht ganz so gut gefallen, wie ich erwartet hätte. Zum einen ist das ewige Hin und Her zwischen Kat und Josh zwar ganz witzig und bringt eine gewisse knisternde Spannung in die Geschichte, aber die Autorin hat meiner Meinung nach nicht den Punkt gefunden, ab wann es zu viel war. Klar, Kat besteht darauf, die Anmeldung von Josh zu sehen und Josh will sie ihr nicht geben. Aber ich hatte oft das Gefühl, dass sie beiden damit in einer Sackgasse landen, dass es sich so verfährt und dass das Knistern einfach nur verpufft. Für mich als Leser war es sehr anstrengend und frustrierend, das mitzuverfolgen, weswegen ich mich immer wieder gefragt habe, wann Lauren Rowe endlich zum Punkt kommt.

Mein anderer Kritikpunkt betrifft die Story rund um Jonas und Sarah. Die Machenschaften des Clubs erstrecken sich ins Unermessliche und alle vier wollen das beenden. Ich kann das verstehen und finde die Idee auch gut. Aber mir war die Ausführung ein wenig zu konstruiert und zu unglaubwürdig. Dass sich die Gruppe wie Oceans Eleven in einem Hotelzimmer in Las Vegas trifft und mit einem Hacker die Verbrecher in eine Falle locken und einbuchten möchten, dass dann noch russisches und ukrainisches Politik-Hintergrundwissen eingebaut wurde, hat es für mich an die Spitze getrieben; das war mir einfach zu viel. Hätte es nicht ein einfacher Sexclub mit illegalen Machenschaften sein können? Drogen, Menschenhandel, Geldwäsche? Diese Verbindung zur aktuellen Lage wirkte auf mich leider irgendwie fehl am Platz und hätte es meiner Meinung nach auch nicht gebraucht.

Gefallen hat mir aber Lauren Rowes Schreibstil. Ich mag es, wie sie die Anziehungskraft zweier Figuren beschreibt, wie sie immer wieder den eigentlichen Plot mit den erotischen Szenen und dem Hin und Her verbindet und wie sie es schafft, dass ich Charaktere, die ich anfangs nicht mag, doch noch lieben lerne. Auch wenn sie keine anspruchsvolle Sprache verwendet, kann sie mit Wörtern umgehen und unterhaltende Bücher schreiben.
The Club – Kiss bietet tolle Erzählstränge, die meiner Meinung nach zwar etwas konstruiert wirkten, aber doch spannend aufbereitet waren. Kat und Josh sind zwei interessante Charaktere, deren Geschichte noch lange nicht auserzählt ist. Ich bin gespannt auf den nächsten Band (und ob die Autorin sich steigern kann).


| Werbung |
Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

 



Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Habt ihr Kiss schon gelesen?
Steht es auf eurer Wunschliste?
Ich wünsche euch einen schönen Tag!

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das Urheberrecht des Klappentextes unterliegt dem Piper Verlag.
Das Urheberrecht des Titelbilds unterliegt einzig und allein der Blogredaktion.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen