Sonntag, 25. Februar 2018

Rezension | "Wiedersehen in Red Oak Mountain" von Marla Grey

Forever | eBook | 240 Seiten | 13. Januar 2017 | 9783958181571 | Red Oak Mountain (#1)

"Erst das Sterben. Dann die Beerdigung, und danach: zurück ins Leben. So, als wäre es das Einfachste und Normalste und nicht das Schwierigste von allem." // bei 22 Prozent
Reihenfolge der »Red Oak Mountain«-Reihe:

Wiedersehen in Red Oak Mountain (1)

Mit einem Klick auf den Titel landet ihr bei meiner Rezension.

Olivia Harrison hat ihr Kunststudium, ihre Freunde und ihre Familie zurückgelassen, um mit ihrer dreizehn Monate alten Tochter Mayla ein neues Leben im beschaulichen Red Oak Mountain in Iowa zu beginnen. Ihr Wunsch von einem eigenen Atelier ist dadurch in unerreichbare Ferne gerückt. Trotz nächtlicher Alpträume und Schlafmangel schafft sie es, ihre Vergangenheit vor ihren neuen Freunden geheim zu halten. Sie trifft sich sogar mit dem charismatischen Surfer Nat, obwohl seine Zuneigung sie zunächst ängstigt. Doch dann erfährt Olivia durch einen Anruf, dass ihre Großmutter gestorben ist. Um ihren Bruder zu unterstützen, muss sie in ihre alte Heimat zurück, wo sie ihrer Vergangenheit nicht länger entkommen kann …

 
Zu allererst muss ich loswerden, dass ich die Reihe rund um Red Oak Mountain leider falsch herumgelesen habe. Durch die verwirrende Titelwahl bin ich ganz natürlich davon ausgegangen, dass es sich bei "Begegnung in Red Oak Mountain" um den ersten Teil und bei Wiedersehen in Red Oak Mountain um den zweiten Band der Reihe handelt – allerdings hat sich herausgestellt, dass ich das wohl falsch interpretiert hatte und daher den zweiten Teil vor dem ersten Teil gelesen habe. Problematisch war das für mich vor allen Dingen deswegen, weil die geheimnisvollen Geschehnisse, die während des kompletten Plots in Wiedersehen in Red Oak Mountain immer nur angedeutet wurden, für mich bereits weitestgehend gelüftet waren. Denn Olivias Vergangenheit wird in Roux Geschichte (in "Begegnung in Red Oak Mountain") mehrfach angeschnitten. In gewisser Weise war das natürlich mein Fehler, trotzdem hätte ich eine eindeutigere Titelwahl besser gefunden.

Überrascht hat mich die Geschichte dennoch, denn eigentlich hatte ich vom Klappentext her mehr eine Liebesgeschichte zwischen Nat und Olivia erwartet. Obwohl sich Nat immer wieder um Olivia bemüht und ihr auch einige tolle Dates bereitet, wird diese leicht angedeutete Liebesgeschichte von Livs Vergangenheit ausgebremst. Wiedersehen in Red Oak Mountain legt den Fokus nämlich viel mehr auf ihre Flucht aus ihrer Heimatstadt, die vergangene Beziehung zwischen ihr und ihrem Ex und wie sie mit den schrecklichen Geschehnissen, die sie zur Flucht getrieben haben, umgeht. Und obwohl ich von der Geschichte etwas anderes erwartet hatte, fand ich den Plot sehr spannend und mitreißend. Ich wollte so unbedingt, dass Liv und ihre Tochter in Sicherheit sind, dass sie ihre Vergangenheit endlich loslässt und ein neues Leben beginnt – am liebsten natürlich mit Nat.

Das lag vor allem aber auch daran, dass Marla Grey eine wunderbare Hauptprotagonistin erschaffen hat, bei der es mir mühelos gelang, mich in sie hineinzuversetzen und ihre Gefühle sowie die psychische Belastung nachzuempfinden. Sie hat mich mit ihrer Angst und ihrer grenzenlosen Selbstaufopferung für ihre Tochter sehr berührt, was mich als Leser nur noch hilfloser und trauriger zurückgelassen hat. Andererseits habe ich mich natürlich sehr für sie gefreut, als sie beginnt, sich zu öffnen, Menschen in ihr Leben zu lassen und sich anderen anzuvertrauen.

Wie ich auch schon in "Begegnung in Red Oak Mountain" festgestellt habe, mag ich die Charakterausarbeitung der Autorin sehr gerne. Sie schafft tolle Protagonisten, mit denen man mitfühlen kann, die man beschützen möchte und die sich wie eigene Freunde anfühlen. Das macht das Schicksal der Figuren zwar manchmal dramatischer als es ist, aber ich fühle gerne mit, leide gerne mit und freue mich gerne mit. Das hat die Autorin auch in diesem Buch erreichen können – auch wenn ich mir für Liv ein anderes Happy End gewünscht hätte. Aber wer weiß: vielleicht gibt es ja noch einen dritten Teil? Zumindest gibt es noch ein paar offene Fragen und ich würde mich auf jeden Fall freuen.

Für mich war das Drumherum bei Wiedersehen in Red Oak Mountain leider überhaupt nicht stimmig (Cover, Titelwahl, Klappentext), aber mir hat die Geschichte rund um Olivia und ihre Vergangenheit dennoch sehr gut gefallen. Und das obwohl ich durch die falsche Reihenfolge vieles schon wusste. Dieses Werk von Marla Grey ist vom Inhalt her toll umgesetzt und enthält einige spannende und packende Wendungen, die mich überzeugen konnten. Deshalb kann ich das Buch auch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.



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Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar.
Habt ihr Wiedersehen in Red Oak Mountain schon gelesen?
Steht es auf eurer Wunschliste?
Ich wünsche euch einen schönen Tag!

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Das Urheberrecht des Klappentextes unterliegt dem Forever Verlag.
Das Urheberrecht des Titelbilds unterliegt einzig und allein der Blogredaktion.

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