Sonntag, 8. Juli 2018

Rezension | "Frigid" von Jennifer L. Armentrout (aka J. Lynn)

Piper | Taschenbuch | 336 Seiten | 02. November 2016 | 978-3492309851 | Band 1
Originaltitel: Frigid

"Er benahm sich mir gegenüber schon seit der Highschool so - absolut platonisch. Ich hatte es inzwischen akzeptiert. Und so musste es bleiben." // Seite 39
Frigid, Band 1
Scorched (2)


(Verlagsseite)

Sydney und Kyler sind so unterschiedlich wie Feuer und Eis. Während Kyler eine Frau nach der anderen abschleppt, geht Sydney lieber mit einem guten Buch ins Bett. Trotzdem sind sie seit Kindertagen beste Freunde. Doch als sie bei einem Skiurlaub von einem Schneesturm überrascht werden und in einer abgelegenen Skihütte übernachten müssen, werden alte, stets verdrängte Gefühle neu entfacht. Kann ihre Freundschaft diese Nacht überstehen? Und viel wichtiger: Werden sie die Nacht überstehen? Denn während sich die beiden einander vorsichtig nähern, hat es jemand auf ihr Leben abgesehen …

(Verlagsseite)

Jennifer L. Armentrout veröffentlichte unter dem Pseudonym J. Lynn international sehr erfolgreiche Young-Adult-Romane, bevor sie sich mit ihren New-Adult-Romanen, beginnend mit »Wait for You«, endgültig an die Spitze der Bestsellerlisten schrieb. Sie lebt in Martinsburg, West Virginia.


25 Kapitel
erzählt aus der Sicht von Sydney & Kyler


Ich lese gerne Liebesgeschichten, in denen beste Freunde erkennen, dass sie romantische Gefühle füreinander haben, und da ich schon viel Gutes über die Bücher von Armentrout gelesen habe, war ich sehr gespannt auf "Frigid". Das Buch hat mir dann auch recht gut gefallen, aber irgendwie habe ich keinen richtigen Draht zu den Figuren bekommen und konnte deshalb nicht richtig mit ihnen fühlen.

Sydney war zwar ein bisschen naiv, doch insgesamt fand ich sie sympathisch und ich wollte auf jeden Fall, dass sie ihr Glück findet. Kyler dagegen hat sich am Anfang nicht gerade vorbildlich verhalten, vor allem, wenn es darum ging, dass andere Männer Interesse an Sydney haben könnten. Natürlich sind sie beste Freunde, er will sie beschützen und dazu kommen noch seine eigenen verwirrenden Gefühle, aber wenn man bedenkt, dass er alles andere als ein Kind von Traurigkeit ist, fand ich sein Handeln doch unangemessen. Dadurch ist es mir zunächst schwer gefallen zu verstehen, was die Protagonistin in ihm sieht, doch nach und nach hat man ihn dann besser kennen gelernt und mehr über seine positiven Eigenschaften und die ganzen tollen gemeinsamen Erinnerungen, die die beiden durch ihre Freundschaft teilen, erfahren. Das hat die Geschichte für mich überzeugender gemacht und die Autorin hat auf jeden Fall schön dargestellt, was in beiden vor sich geht, selbst wenn ihr Verhalten für mich trotzdem nicht immer nachvollziehbar war.

Da das Buch (mehr oder weniger abwechselnd) aus der Sicht der zwei Charaktere erzählt wird, weiß man als Leser einiges mehr über die Situation als sie selbst, da sowohl Sydney als auch Kyler das ganze nicht richtig durchschauen und viele Dinge falsch interpretieren. Normalerweise mag ich es, unterschiedliche Perspektiven zu bekommen, weil man dadurch besser verstehen kann, wieso die Figuren fragwürdige Entscheidungen treffen oder dass alles ganz anders ist, als es der Partner wahrnimmt. Hier hätte ich die beiden aber gerne ab und zu gepackt und geschüttelt. Ich fand die ganzen Missverständnisse frustrierend, obwohl natürlich klar ist, wieso sie zustande gekommen sind und der innere Konflikt bei den Protagonisten gut ausgearbeitet war. Nach einiger Zeit hat sich die Kommunikation aber verbessert, auch wenn sie nicht perfekt war, und danach konnte ich die Geschichte mehr genießen. Es gibt definitiv süße und anrührende Momente zwischen Kyler und Sydney, es knistert zwischen ihnen und man sieht, dass sie zusammen passen würden, weshalb man auf ein glückliches Ende für sie hoffen kann.

Die in der Inhaltsangabe erwähnte Bedrohung wird glaubwürdig dargestellt und alleine schon die Vorstellung, in einer solchen Lage in Gefahr zu sein, ist beklemmend. Die Auflösung hat mich zwar nicht vollständig überzeugt, doch davor gab es ein paar spannende Szenen und ich hätte gerne noch einen etwas größeren Fokus auf diesem Aspekt gehabt.

"Frigid" bekommt von mir 3 Sterne. Es ist eine angenehme Lektüre, doch zu Beginn hat mich die mangelnde Kommunikation zwischen den Protagonisten zu sehr frustriert. Ich konnte nachvollziehen, wieso beide sich zurückgehalten haben, doch dass der Konflikt mit nur einem Gespräch hätte geklärt werden können, war mir die ganze Zeit viel zu bewusst. Dazu kommt, dass ich zwar beide sympathisch fand, aber keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen konnte.

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Oder kennt ihr andere Bücher der Autorin?
Habt noch einen schönen Tag :)

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Das Urheberrecht der Inhaltsangabe und des Covers unterliegt dem Verlag.

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