Freitag, 17. August 2018

Rezension | "Pu der Bär" von A.A. Milne

Dressler | Hardcover | 336 Seiten | Oktober 2009 | ab 6-8 Jahren | 978-3791513393 | Gesamtausgabe
mit Illustrationen von Ernest H. Shepard

"Hier kommt nun Eduard Bär die Treppe herunter, rumpeldipumpel, auf dem Hinterkopf, hinter Christopher Robin." // Seite 15

enthält die Einzelbände
Pu der Bär / Winnie-the-Pooh (1926)
Pu baut ein Haus / Wiedersehen mit Pu / The House at Pooh Corner (1928)

(Buchrücken)

Alle Geschichten aus dem Hundertsechzig-Morgen-Wald in einem Band

Wenn Christopher Robin vom vielen Rechnen müde ist, macht er es sich bequem und schläft ein. Nur Pu der Bär, sein allerbester Freund, bleibt noch ein bisschen länger wach auf seinem Stuhl neben dem Kopfkissen, denkt Große Dinge über Gar Nichts, bis er ebenfalls die Augen schließt und ihm auf Zehenspitzen zu seinen Freunden in den Hundertsechzig-Morgen-Wald folgt. Die Geschichten um Pu den Bären und seine Freunde sind immer wieder vergnüglich. Egal, ob Ferkel ein Heffalump trifft, Pu das Stöckchen-Spiel erfindet oder der 'Nordpol' entdeckt wird. Wer den Bären Pu schon als Kind liebte, wird dies sein Leben lang tun.

Seit ihrem Erscheinen sind Pu und seine Freunde aus dem Hundertsechzig-Morgen-Wald Lieblinge der Kinder in aller Welt. A. A. Milne (1882-1956) schrieb die Pu-der-Bär-Geschichten einst für seinen kleinen Sohn Christopher Robin. Von der ersten Ausgabe an wurden sie von den unvergänglichen Illustrationen von Ernest H. Shepard (1879-1976) begleitet.

(dem Buch entnommen)

A. A. MILNE wurde 1882 in London geboren und studierte zunächst Mathematik in Cambridge. Danach arbeitete er als freier Journalist unter anderem für die satirische Zeitschrift PUNCH. Nach dem Krieg machte er sich als Theaterautor und bedeutender Kinderlyriker einen Namen. 1926 und 1928 veröffentlichte er die berühmten Winnie-the-Pooh-Geschichten. Mit den Erzählungen über die Stofftiere seines Sohnes Christopher Robin, denen er auf so unnachahmliche Weise Leben einhauchte, schuf Milne einen Klassiker der Weltliteratur. A.A. Milne starb 1956 in Hartfield in Essex.

(dem Buch entnommen)

Ernest H. Shepard, 1879 bei London geboren, besuchte ab 1897 die Royal Academy School. Erste grafische Arbeiten u.a. für die Zeitschrift PUNCH folgten, wo er A. A. Milne kennenlernte. Der künstlerische Durchbruch gelang ihm, als er 1926 dessen Winnie-the-Pooh-Bände illustrierte. Hierfür fertigte Shepard zunächst zahlreiche Skizzen vom Anwesen Milnes und von Christopher Robin, dem Sohn des Hauses. Vorlage für Pu war der alte Familienteddy der Shepards. Ernest H. Shephard starb 1976 in Midhurst, West Sussex.


PU DER BÄR
Vorstellung
10 Kapitel

PU BAUT EIN HAUS
Rückstellung
10 Kapitel


Von klein auf habe ich die Geschichten um Pu den Bären geliebt; ursprünglich kannte ich nur die Disney-Verfilmungen und dazugehörige Büchlein, doch vor fünf Jahren habe ich mir dann das Buch mit den ursprünglichen Erzählungen gekauft und es innerhalb kurzer Zeit verschlungen. Da nun der neue Film "Christopher Robin" in die Kinos gekommen ist, der davon handelt, dass der titelgebende Protagonist erwachsen geworden ist, dachte ich, das sei ein guter Anlass für einen Re-Read (gerade, weil das letzte Kapitel quasi der Ausgangspunkt des Films ist) - und er hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das Buch hat mir auch beim zweiten Mal sehr gefallen.

Der Schreibstil wirkt zunächst etwas sperrig, woran ich mich nicht mehr erinnern konnte; die Sätze sind oft sehr lang und verschachtelt, es gibt einige Wiederholungen und dazu kommt noch, dass die Charaktere alle nur eine eher schlechte Rechtschreibung beherrschen, doch all das hat mich nicht wirklich gestört. Beim Lesen bin ich nur selten über diese Eigenarten gestolpert (beim Vorlesen ist es dagegen ein bisschen anstrengend) und tatsächlich trägt all das nach einiger Zeit sogar irgendwie zum Charme der Geschichten bei. Auf jeden Fall ergeben sich daraus einige humorvolle Szenen, vor allem, wenn Pu ein Wort nicht versteht, Christopher Robin selbst nicht so genau weiß, was etwas bedeutet oder wenn Oile mit ihrer 'tollen' Rechtschreibung prahlt, während sie lauter Fehler einbaut. Gut gefallen hat mir, dass das Buch so geschrieben wurde, als würde es ein Vater seinem Sohn erzählen und dass es deshalb manchmal Zwischenrufe oder Anmerkungen gab; da Milne die Geschichten auf den Stofftieren seines Sohnes basiert hat, fand ich das passend.

Die Charaktere selbst sind liebevoll ausgearbeitet, haben ihre positiven und negativen Eigenschaften und ihr Zusammenspiel ergibt wundervolle Szenen. Alle sind auf ihre Art einzigartig und speziell und obwohl Pu mein klarer Favorit ist, sind mir (fast) alle rasch ans Herz gewachsen. Die Abenteuer, die Christopher Robin mit seinen Freunden erlebt, sind interessant, wenn auch oft ulkig und nicht immer realistisch, doch der Hundertsechzig-Morgen-Wald ist eben ein ganz besonderer, magischer Ort, an dem sehr viel passieren kann, und diese außergewöhnliche Stimmung wird toll eingefangen. Im Vordergrund stehen aber ganz klar die Figuren selbst und es stecken auch ein paar wichtige Botschaften in der Geschichte. Die schönen Illustrationen sind ebenfalls positiv zu erwähnen.


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Habt ein schönes Wochenende :)

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