Montag, 27. August 2018

Rezension | "Sommerdunkle Tage" von Alice Kuipers

FISCHER KJB | Hardcover | 240 Seiten | 22. August 2018 | 978-3737341295 

"Anders als meiner Mutter fallen mir nicht die richtigen Worte für diesen Moment ein. Die richtigen Worte existieren nicht." // Seite 198
Eine wiedererwachte Freundschaft, ein dunkles Geheimnis und eine verhängnisvolle Liebe
Wie aus dem Nichts taucht Ivy nach drei Jahren wieder auf. Ivy, die so ist, wie Callie gerne sein möchte: selbstbewusst, unbekümmert, immer im Mittelpunkt. Plötzlich sind sie wieder beste Freundinnen, und mit Callies Kumpel Kurt verbringen sie zu dritt zwei Sommerwochen voller Bootstouren, Partys und Spaß. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Kann Callie Ivy wirklich vertrauen? Welches Geheimnis trägt sie mit sich herum?

 
Sommerdunkle Tage ist in jedem Fall etwas Besonderes – das schon mal vorne weg. Trotzdem oder gerade deshalb fand ich es nicht so einfach, meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen und es mit Sternebewertungen in eine bestimmte Schublade zu stecken. Denn die Geschichte in Sommerdunkle Tage ist zum einen vollkommen normal, aber zum anderen auch verrückt. Sie wird recht oberflächlich beschrieben, aber birgt einiges an Tiefgründigkeit. Es macht lange nicht wirklich den Eindruck, als hätte der Plot einen roten Faden und doch läuft am Ende alles zusammen. Teilweise plätschert die Geschichte nur vor sich, steckt aber gleichzeitig so voller kleiner Wende- und Überraschungspunkte, die man erst später wirklich erkennt und miteinander verbinden kann.

Ihr seht also – es ist gar nicht so einfach Sommerdunkle Tage zu bewerten und zu beschreiben, was mir an diesem Buch gut gefallen hat und was nicht. Ich habe mich lange gefragt, womit die Autorin mit ihrem Plot eigentlich hinauswill. Wenn man die Geschichte sehr genau liest, merkt man natürlich schnell, dass die Charaktere mit ihren eigenen Probleme konfrontiert sind, ihre eigenen Geheimnisse hüten und ihre ganz eigene Geschichte eine große Rolle bei den Handlungen spielt, doch wo genau soll das hinführen?

Mit jedem Kapitel erfährt man neue Dinge und man merkt nach und nach, dass die Geschehnisse auf einen dramatischen Höhepunkt zulaufen. Und das tun sie wirklich, denn die Geschichte endet mit einem Knall, der zwar ein bisschen überspitzt und übertrieben ist, aber doch einen Sinn ergibt und mir gefallen hat. Ich hatte zwar circa 220 Seiten Zeit, mich darauf vorzubereiten, aber trotzdem war ich am Ende geschockt, traurig und auch ein bisschen verzweifelt. Trotzdem mag ich es, wenn die kleinen Details, die während des Lesens nicht wirklich ins Gewicht fallen, am Ende doch so bedeutend sind – und alles einfach einen Sinn ergibt. Die Autorin hat die Geschichte meiner Meinung nach deswegen sehr gut aufgebaut und konstruiert und mit ihren 240 Seiten ein spannendes, wendungsreiches und unterhaltsames Buch erschaffen, das ich nicht aus der Hand legen konnte.

Im Vordergrund stehen dabei Callie, Kurt und Ivy, die das Buch aus ihren jeweiligen Perspektiven erzählen und dabei umfassende Einblicke darin geben, mit welchen Problemen jeder kämpft – in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Ich könnte euch natürlich jetzt erzählen, was genau jeden plagt, aber das würde die Spannung versauen und euch den Lesespaß nehmen. Daher kann ich nur so viel dazu sagen, dass alle drei sehr unterschiedlich sind, gleiche Situationen sehr verschieden betrachten und dies zu Konflikten führt. Callie hat mir als Figur am besten gefallen, aber alle drei haben ihre einnehmenden Momente und tragen einiges zum dramatischen Plot bei.

Auch der Schreibstil von Alice Kuipers hat mir gefallen und ich wurde ausgesprochen schnell warm mit den Beschreibungen und den Figuren. Meiner Meinung nach schafft die Autorin von Anfang eine leicht angespannte Atmosphäre, die durch das komplette Buch getragen wird. Vor allem, da immer nur kleiner Teil der Geheimnisse verraten wird und die Spannung bis zum Höhepunkt zum Schluss getragen wird. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, noch weitere Bücher von Alice Kuipers zu lesen.

Sommerdunkle Tage hat mich berührt und mich unterhalten, mich geschockt und mich deprimiert. Der Erzählstil war toll und die Figuren größtenteils einnehmend, so dass Alice Kuipers eine kurzweilige, geheimnisvolle Freundschaftsgeschichte geschaffen hat. Für mich war es ein perfektes Buch für Zwischendurch, das mir einige kurzweilige, spannende und dramatische Lesestunden beschert hat. Wer genau dies sucht, wird mit diesem Buch sicher glücklich werden.


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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
Habt ihr Sommerdunkle Tage schon gelesen?
Steht es auf eurer Wunschliste?
Ich wünsche euch einen schönen Tag!

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Das Urheberrecht des Klappentextes unterliegt dem FISCHER Verlag.
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